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Inbetriebnahme von Classic und AGM mit Bleisäure (Nassbatterien)
Gemäss Versandvorschriften darf bei Nassbatterien die benötigte Bleisäure nur getrennt in einem separaten
Behälter dem Paket beigefügt werden. Der Empfänger einer Nassbatterie muss also die Bleisäure selber in die 
leeren Batteriezellen einfüllen. Bei der Lieferung ist alles enthalten was dazu nötig ist.

Nach dem Einfüllen der Bleisäure muss man die Batterie je nach Grösse 2 bis 4 Stunden unverschlossen stehen 
und gasen lassen. Danach ist chemische Prozess vollständig abgeschlossen und die Batterie ist zu verschliessen. 
Sie ist jetzt betriebsbereit. Die Batterie wird trocken vorgeladen geliefert. Ein Nachladen vor Inbetriebnahme ist 
empfohlen aber nicht erforderlich.

Beim Einbauen zuerst das Pluskabel mit der Batterie verbinden und dann erst das Minuskabel. Beim Ausbauen in 
umgekehrter Reihenfolge vorgehen.

Unterhalt von Motorradbatterien
Was verursacht den Alterungsprozess und Leistungsabfall einer Motorradbatterie?
Eine Motorradbatterie sollte im Idealfall jederzeit voll geladen sein. Die Leistung einer Motorradbatterie nimmt in 
dem Masse ab wie die Sulfatisierung ihrer Bleiplatten zunimmt. Die Sulfatisierung ist eine Kruste, die sich ab 
Einfüllen der Batteriesäure auf den Bleiplatten bildet. Dort wo sich diese Kruste auf der Bleiplatte gebildet hat, 
kann es keine chemische Reaktion mehr geben, die Batterie wird lahm. Je stärker und je länger eine Batterie in 
entladenem Zustand verbleibt, umso stärker und umso schneller verbreitet sich die Sulfatisierung. Trotz optimaler 
Wartung kann man den Sulfatisierungsprozess einer Bleibatterie nicht stoppen - nur verlangsamen


Mit wieviel Strom dürfen Sie eine Motorradbatterie laden?     
Grundsätzlich sollte man einer Motorradbatterie nicht mehr als einen Zehntel ihrer Kapazität als Ladestrom 
zuführen. Um alle Grössen abzudecken haben die meisten Ladegeräte für Motorradbatterien einen Ladestrom 
von weniger als 1 Ampere. Bei grösseren Batterien dauert das Laden einfach ein bisschen länger. Aber zuviel 
Ladestrom schadet der Batterie und verkürzt ihre Lebensdauer. 

Welche Ladegeräte eignen sich für GEL-, SLA- und Bleisäure-Motorradbatterien?  
GEL- und SLA-Motorradbatterien dürfen maximal bis 14,4 Volt geladen werden, Bleisäurebatterien etwas mehr. 
In der Regel sind technisch einfache Ladegeräte um die Fr. 60 die beste Wahl. Vorbildlich ist ein Ladegerät mit  
IU-Kennlinie. Der Strom von weniger als 1 Ampere sinkt in der letzten Phase der Ladung stetig ab bis zum Erreichen 
der Ladeschlussspannung von etwa 14 Volt. Von nun an wird nur noch die Kapazität ersetzt, welche die Batterie 
durch Selbstentladung verliert. Man nennt das Erhaltungsladung. Ein solches Ladegerät kann permanent an der 
Batterie angeschlossen bleiben. Es gibt verschiedene Anbieter solcher Ladegeräte. Wir führen beispielsweise
das ANSMANN ALCS 2-24A und das 4LOAD Classic Box 0.8. Ein Ladegerät sollte möglichst auch kurzschluss- 
und verpolsicher sein. 

Ungeeignete Ladegeräte für GEL- und SLA-Motorradbatterien   
Battery-Conditioner und Battery-Refresher simulieren Lade- und Entladevorgänge und werden auch für 
Motorradbatterien angepriesen. Solche Ladegeräte sind insbesondere für GEL- und SLA-Typen oft tödlich. 
Es fehlt fast immer der Hinweis auf den Unterschied zwischen einer Traktionsbatterie, die relativ tief entladen 
werden kann, und einer Starterbatterie, die nur im obersten Ladebereich entladen werden darf. Generell ist jedes 
Ladegerät mit Funktion "Entladen" für Motorradbatterien unnötig und riskant. Wird eine solche Batterie zu tief 
entladen, geht sie kaputt.

Welchen Service brauchen Motorradbatterien im Winter?   
Wenn Sie ein Ladegerät mit Erhaltungsladung besitzen, lassen Sie es bei längeren Standzeiten des Motorrads 
permanent an der Batterie angeschlossen. Die Stromkosten für einen Winter sind nur ein paar Rappen und 
die Batterie wird es Ihnen danken. Bei einem Ladegerät, das bei Erreichen der vollen Ladung nicht von selbst 
abstellt, sollten Sie die Batterie jeweils nach 2-3 Monaten nachladen (GEL- und SLA-Batterien bis maximal 
14,4 Volt). Bei längeren Standzeiten des Motorrads und ohne Ladegerät sollten Sie zumindest das Minuskabel 
der Batterie abhängen um einen Kriechstrom zu verhindern. 





 Arbeiten mit Bleisäure